Echt Jetzt?

 

Zu meinem 31. Geburtstag bekam ich von Manu und seiner Familie ein Wochenende im Euro Disney Land Paris geschenkt.

Nie hätte ich damit gerechnet, dass dieses Geschenk mein Leben verändern würde.

Klar, jedes Mädchen träumt davon einmal im Leben Prinzessin zu sein. Also freute ich mich unglaublich auf die Reise.

Die Zeit bis dahin verging wie im Flug und verstrich doch viel zu langsam. Ein paar Tage später saßen wir im TGV 9574 Wagen 17 nach Paris.

Aufgeregt ging ich in Gedanken meine Traumliste durch.

Traummann….an Bord, sehr gut!!!

Märchenschloss…. Wir kommen.

Wetter… lass uns bitte nicht im Stich!

Outfit….perfekt!

Frisur….Sitzt!

Also los!!!

Eine Nacht im Hotel trennte uns noch von unserem Tag im Park, auf einer kleinen Klappcouch schliefen wir  aneinander gekuschelt ein.

Am nächsten Tag, im Park angekommen, war ich voll in meinem Element.

Disney wohin das Auge schaute und in der Parkmitte dieser Traum von Schloss.

Auf geht’s. Manu geschnappt und von einer Attraktion zur nächsten. Baumhaus, Wunschbrunnen, Labyrinth, ja, wir waren wie Kinder, bereit die Welt zu entdecken. Wir waren Seeräuber, Entdecker und einfach überglücklich. Wir waren Abenteurer, die Ihren Schatz jedoch längst gefunden hatten. Die Sonne strahlte vom Himmel und die Zeit verging wie im Flug. Ein absolut perfekter Tag…

Park….sensationell,

Wetter… hätte nicht besser sein können, da sehr gut gelaunt,

Manu…immer noch mein Traumprinz (auch wenn ich Ihn am Wunschbrunnen stehen gelassen hatte um ein Foto vom vorbei huschenden Goofy zu machen)

Es war einfach magisch.1000 EindrĂĽcke sammelten sich in mir und entluden Ihre GlĂĽcksgefĂĽhle in einem Dauergrinsen auf meinem Gesicht.

Noch schnell eine Runde mit Stitch gekuschelt und kurz vor Parkschließung  dann das Finale, eine Parade in der alle Disneycharaktere mit liefen. Während ich versuchte die komplette Parade in einer unendlich langen Fotostrecke zu verewigen, warf Manu dem vorbeischlappenden Goofy einen bösen Blick zu.

Ein Tag wie im Märchen, doch was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte nahm seinen Lauf.

Die Parkschließung bedeutete für uns , ab zu den Bussen. Also schlenderten wir los. Zum Glück behielt Manu den Überblick während ich immer noch total geflashed von den ganzen Eindrücken neben ihm her lief.

So fanden wir den richtigen Bus und machten uns auf den RĂĽckweg ins Hotel.

Schon am Morgen hatte Manu den Wunsch geäußert an einem kleinen See, der direkt am Hotel war vorbei zu schauen.

Voraussichtlich hatte der Busfahrer seinen Wunsch erraten, denn er lieĂź uns genau an diesem See aussteigen.

„Prima“ dachte ich „ nun sind wir ja schon da“, ich schnappte mir Manu und wir liefen zum See…

See….nett aber zu kalt zum schwimmen

Steg…. Zum Glück vorhanden ,da von uns benutzt

Manu….ratlos

Ich….verwirrt

Nach unserer Seebeschauung waren wir hungrig, also los, RaubtierfĂĽtterung bei einem kleinen Italiener um die Ecke.

Das Essen war lecker und Manu schmeckten die Cocktails.

Auf ging es zurĂĽck ins Hotel (Zimmer 106) auf unsere Klappcouch.

Manu hatte die Idee die kompletten Fotos, die wir den Tag ĂĽber gemacht hatten noch einmal anzuschauen. Und ich freute mich darauf.

Während Manu im Bad verschwand, startete ich schon mal die Kamera. Ein Foto nach dem anderen flog auf dem Bildschirm an uns vorbei und während ich mega aufgeregt die Tagesereignisse noch einmal bestaunte und munter vor mich hin plapperte wurde Manu neben mir ganz ruhig und brach das Foto schauen nach ein paar 100 Bildern ab.

Auf ins Bett dachte ich müde, doch da hatte ich mich getäuscht!

Manu bat mich erneut aufzustehen und obwohl meine Motivation lauthals dagegen rebellierte kam ich seinem Wunsch nach, stand auf und erlebte eine Ăśberraschung.

Manu fiel vor mir auf die Knie und fragte mich ob ich seine Frau werden wolle. Bäng!!!! Damit hatte ich nicht gerechnet.

„Echt Jetzt?“ War das Traum oder Wirklichkeit???

Meine Motivation schlug Purzelbäume und mein Herz begann zu rasen.

Traumprinz, Schloss, Ring alles war perfekt und so kĂĽsste ich ihn.

Manu schmunzelte mich an und erinnerte mich daran, seine Frage zu beantworten „ Ja „ hauchte ich und mir war klar: Kein Märchen hätte je so perfekt sein können.